In vielen Hyperhidrose-Foren, in Ratgeber-Blogs und anderen Internet-Portalen wird immer wieder von Magnesium gesprochen. Dieses Wunder-Mineral soll die Hyperhidrose stoppen - ganz ohne Nebenwirkungen und auf natürliche Art und Weise. Aber wenn es so einfach ist, warum haben unsere Ärzte uns nicht darüber informiert? Warum verschwindet Hyperhidrose nicht einfach von der Bildfläche, weil Betroffene sich Magnesium-Präperate kaufen, diese einnehmen und fertig? 

 

Eine mögliche Ursache für die Hyperhidrose

Oxidativer Stress als Ursache für die Hyperhidrose?

Oxidativer Stress als Ursache für die Hyperhidrose?

Ich muss ein wenig ausholen, um die oben stehenden Fragen zu beantworten. Um der Magnesium-Frage auf die Spur zu kommen, habe ich recherchiert und bin auf eine mögliche Ursache der Hyperhidrose gestoßen. Durch diese lässt es sich erklären warum Magnesium vielen Hyperhidtrotikern helfen kann. Eine These, die in der Fachwelt kursiert, besagt, dass die Hyperhidrose wohl auf eine Stoffwechsellage zurückzuführen ist. Bei dieser bildet der Organismus zu viele reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS - reactive oxygen species). Diese Verbindungen beschränken die normalen Reparatur- und Entgiftungsfunktionen vieler Zellen. Es kann folglich zu einer Schädigung von zellulären und extrazellulären Substanzen im Körper führen. Der Organismus muss mehr Energie für Reparaturen aufwenden. Es entsteht eine Belastung. Dieser Prozess wird als Oxidativer Stress bezeichnet. Mehrere Wissenschaftler sehen hier die Ursache für die Hyperhidrose, da ein Überschuss an reaktiven Sauerstoffverbindungen das vegetative und das periphere Nervensystem stimuliert. Verschiedene Forschungsgruppen untersuchten das Blut von Hyperhidrotikern und verglichen es mit Kontrollgruppen. Dabei fanden sie signifikant abweichende Werte (Hyperoxid-Dismutase und Glutathion-Peroxidase) im Blut von Hyperhidrotikern. Dieses Ungleichgewicht ist gleichzeitig Ursache und Folge des oben genannten oxidativen Stresses. Eine Teufelskreis entsteht. Ob jetzt der oxidative Stress die Ursache der Hyperhidrose ist oder umgekehrt, ist unklar. Es liegt aber Nahe anzunehmen, dass weniger reaktive Sauerstoffverbindungen im Organismus weniger oxidativen Stress verursachen und dies wiederum zu einer geringeren Ausprägung der Hyperhidrose führt. 

 

Was hat jetzt Magnesium damit zu tun?

Die chemische Struktur von Magnesium-Citrat

Die chemische Struktur von Magnesium-Citrat

In unzähligen Foren habe ich gelesen, dass Einnahme bestimmter Spurenelemente (u.a. Magnesium, Kalium, Calcium usw.) das Schwitzen vermindert oder sogar stoppt. Schon vor langer Zeit ging ich auf die Suche und fand viele Behauptungen und Theorien von teils nicht so vertrauenswürdigen Quellen. Und zwischen all den Posts stach immer ein Spurenelement heraus: Magnesium. Ist Magnesium wirklich ein Wundermittel, dass die Hyperhidrose stoppen kann? Leider gibt es nicht viele wissenschaftliche Studien die den Zusammenhang zwischen der Konzentration von Spurenelementen im Organismus und übermäßigem Schwitzen untersuchen. 

Eine Studie, die das International Journal of Dermatology 2011 veröffentlichte, fand ich jedoch sehr interessant. Diese Studie verglich die intra- und extrazelluläre Konzentration der Spurenelemente von Hyperhidrotikern mit einer Kontrollgruppe. Ihre Hypothese bestand darin, dass oxidativer Stress die Ursache für ein Ungleichgewicht bestimmter Spurenelemente im Blutplasma und in intra-zellulären Sekreten ist. Dieses Ungleichgewicht verstärke dann widerum den den oxidativen Stress. Dieser Prozess wirkt auch auf direktem (Stimulierung der ekkrinen Schweißdrüsen) und indirektem (Stimulierung des Sympathikus) Wege auf die Hyperhidrose. Es folg ein Zitat aus der Studie: 

Es ist anzunehmen, dass eine hohe Konzentration von Kupfer und Eisen in Erythrozyten (roten Blutkörperchen) dazu Beitragen den oxidativen Stress zu erhöhen. Eine erhöhte Konzentration von Selen und Zink spielt dabei eher eine zweitrangige Rolle. Weiterhin ist anzunehmen, dass eine geringe extrazelluläre Konzentration (hier im Blutplasma) von Calcium und Magnesium für die Membran-Reizbarkeit der ekkrinen Schweißdrüsen mit verantwortlich ist und das vegetative Nervensystem stimuliert.
— Güder, H.(2011). Evaluation of trace elements, calcium, and magnesium levels in the plasma and erythrocytes of patients with essential hyperhidrosis. International journal of dermatology

Nach diesem Zitat stell ich mir natürlich die Frage: Kann ich durch eine Magnesium- und Calcium-Einnahme meine Hyperhidrose stoppen? Ich war skeptisch, denn der Artikel sagte lediglich etwas über die Konzentration von Calcium und Magnesium im Blut-Plasma. Konnte ich überhaupt durch die Einahme von zwei Spurenelementen deren Konzentration im Blut-Plasma erhöhen? Das Blutplasma, so viel wusste ich, repräsentierte nur ein Prozent des gesamten Calciums und Magnesiums im Körper. Des Weiteren ging es um eine geringe Konzentration und nicht um Mangel. Hieße dies dann, dass ich durch einen hohen Magnesium- und Calcium-Gehalt im Blut meine Hyperhidrose stoppen kann?

 

Magnesium und Calcium im Selbstversuch

Trotz der vielen Fragen hatte ich nichts zu verlieren. Ich schluckte meine Skepsis und ging in den Selbstversuch. Zuerst musste ich mich über Magnesium und Calcium schlau machen. In vielen Foren hatte ich gelesen, dass bestimmte Magnesium/Calcium-Präparate, so wie sie zum Beispiel in Supermärkten erhältlich sind, nicht viel taugen, da der Körper nur ein geringen Teil des Magnesiums aufnimmt. Zudem kam auch die Frage nach dem: Wie viel? Wie lange? Zu welchen Tageszeiten? 

Zuerst beschäftigte ich mich mit der biologischen Verfügbarkeit (bioavailability) von Magnesium und Calcium-Präparaten. Hierbei geht es, um die Menge des reinen Calciums/Magnesiums, die mein Körper den Präparaten entziehen kann und danach auch für die lebenswichtigen Prozesse im Organismus verwendet. Da Magnesium und Calcium sehr reaktionsfreudig sind, gibt es sie nicht in reiner Form, sondern immer nur in Verbindungen. 

 

Eigenschaften der gängigen Magnesium-Präparate

Nach einer kurzen Recherche fiel mir auf, dass die gängigsten Magnesium-Präparate im Handel Magnesium-Carbonat, Magnesium-Oxid oder Magnesium-Citrat beinhalten. Darüber hinaus gibt es vereinzelt auch Magensium-Chlorid, Magensium-Lactat, Magensium-Sulfat und Magensium-Glycinate. Es folgt eine Kurz-Analyse der gängigsten Präparate.

Welches Präparat du kaufst sei dir überlassen. Ich empfehle dir jedoch Citrat-Pulver. Keine Tabletten.

Welches Präparat du kaufst sei dir überlassen. Ich empfehle dir jedoch Citrat-Pulver. Keine Tabletten.

Magnesium-Carbonat Präparate kommen sehr häufig vor und werden meistens in Supermärkten zu einem sehr günstigen Preis verkauft. Magnesium-Carbonat gibt es im Überfluss und die Gewinnung ist äußerst kostengünstig. Es ist eine anorganische Verbindung und wird unteranderem von Sportlern und Bergsteigern verwendet. Es ist das weiße Pulver womit ich mir bei meinen Keltterpartien die Hände einreibe - auch Kalk genannt.

Die Magnesium Konzentration in der Verbindung ist gut, allerdings ist die Bioverfügbarkeit gering. Das heißt ein geringer Teil des angegebenen Magnesiums wird vom Körper aufgenommen und tatsächlich verwendet. Untersuchungen deuten auf eine biologische Verfügbarkeit von ca. 30%.

Magnesium-Oxid ist eine weitere anorganische Verbindung, die sehr oft in Präparaten verwendet wird. Allerdings kann ich nicht verstehen warum. Die Konzentration in der Verbindung ist zwar hoch , aber die biologische Verfügbarkeit beträgt 4%. Mit anderen Worten, vier Prozent des angegebenen Magnesiums werden vom Organismus verwendet. Des Weiteren habe ich Studien gelesen, die Oxid- und Citrat-Verbindungen vergleichen. Während die Plasma-Blutwerte bei der Citrat-Gruppe sich signifikant verändern, blieben die Werte bei der Oxid-Gruppe unverändert. Die Untersuchung vollzog sich über vier Wochen. 

Magnesium-Citrat ist wohl das beste organische Präparat das handelsüblich erhältlich ist. Es gibt zwar andere Verbindungen, die eine bessere Bioverfügbarkeit zeigen und bessere Studienergebnisse liefern, aber weitaus teuerer sind. Des Weiteren gibt es diese Präparate nicht in jeder Apotheke. Magnesium-Citrat weist zwar eine geringe Magensium-Konzentration auf, hat aber dafür eine sehr gute biologische Verfügbarkeit (90%). 

Ich entschied mich also Magnesium-Citrat zu kaufen. Jetzt musste ich nur noch die Calcium-Präparate unter die Lupe nehmen.

 

Eigenschaften der gängigen Calcium-Präparate

Die chemische Struktur von Calcium-Citrat

Die chemische Struktur von Calcium-Citrat

Calcium-Präparate gibt es auch in verschiedenen Formen. Die gängigsten Präparate beinhalten Calcium-Carbonat,  Calcium-Gluconat und Calcium-Citrat. Es gibt noch andere Formen, die aber seltener in Präparaten vorkommen: Calcium-Lactat, Calcium-Phosphat, Calcium-Malat und Calcium-Orotat. Ich beziehe mich hier nur auf die Carbonat-, Citrat- und Gluconat-Verbindung. 

Calcium-Carbonat stellt wie schon beim Magnesium-Carbonat eine weitaus verbreitete Verbindung dar. Diese ist relativ kostengünstig und kann daher in jedem Supermarkt gekauft werden. Die Konzentration ist mit 40% moderat. Dafür ist die Bioverfügbarkeit allerdings gering. Ich persönlich rate von Carbonat-Verbindungen jeglicher Spurenelemente ab. 

Calcium-Gluconat ist eine weitaus bessere Verbindung mit einer höheren Bioverfügbarkeit. Allerdings ist hier die Konzentration mit 9% sehr gering. Höhere Dosen von Calcium-Gluconat müssten aufgenommen werden. 

Calcium-Citrat ist wieder der Gewinner dieser Runder. Diese organische Verbindung ist übers Internet oder in Apotheken einfach zu bekommen, die Bioverfügbarkeit ist gegenüber Calcium-Carbonat relativ hoch. Die Konzentration des Calcium liegt bei 21%. 

Jetzt wusste ich genügend über die Calcium-/Magnesium-Präparate. Ich kaufte mir die Citrat-Präparate.Bevor es losgehen konnte, musste ich mich jedoch über die Dosis informieren. 

Einnahme: Dauer, Dosis und Tageszeit

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 900 Milligramm Calcium und 350 Milligramm Magnesium pro Tag. Wenn man verschiedenen Ernährungsstudien glauben soll, dann haben 20% der Bevölkerung latenten Magnesiummangel. Und nur 50% der deutschen nehmen die empfohlene Menge Calcium ein. Es schadet also nicht diese Spurenelemente zu sich zu nehmen. 

Vorsicht bei Überdosierung. Vor allem Magnesium-Citrat kann bei einer Überdosierung sehr schädlich sein. Das Citrat wirkt verdauungsfördernd und kann zu schlimmen Durchfällen führen. Da Magnesium über die Nieren ausgeschieden wird, belasten hohe Dosen auch die Nierenfunktion. Hohe Dosen Calcium-Citrat hingegen können auf den Magen schlagen und Magenschmerzen verursachen. 

Was die Hyperhidrose  angeht habe ich verschiedene Dosierungs-Empfehlungen gehört. Magnesium-Dosen von bis zu 5g täglich wurden empfohlen. Ich rate von solchen Mengen generell ab, da sie zu sehr den Körper belasten. Ich startete mein Selbstversuch mit der folgenden Dosierung. 

  • 300 Milligramm Magnesium zu den Mahlzeiten. Insgesamt 900 Milligramm pro Tag
  • 500 Milligramm Calcium zu den Mahlzeiten. Insgesamt 1500 Milligramm pro Tag
  • 1000 I/U Vitamin D3 täglich. Vitamin D verstärkt die Absorption von Calcium und ist zudem eine Wohltat für den Körper. Deutschlands Bevölkerung weist einen Vitamin D Mangel von bis zu 80% auf (Abhängig von der Jahreszeit). 

Ich persönlich nahm diese Dosis über eine Dauer von 4 Wochen ein. Ich war immer achtsam und habe nach jeder Einnahme bei gleichbleibender Nahrung auf mein Wohlbefinden geachtet. 

Ich war gespannt was ich bemerken würde? Würden sich überhaupt Effekte einstellen? War mein ganzer Selbstversuche eine Geld- und Zeitverschwendung? Ich sollte positiv überrascht sein. 

 

Schlussfolgerung des Selbstversuches 

Persönlich erzielte ich sehr gute Ergebnisse mit der Kur.

Persönlich erzielte ich sehr gute Ergebnisse mit der Kur.

Nach einigen Tagen vermerkte ich einen Energie-Anstieg. Vielleicht war es ein Placebo-Effekt, aber ich hatte mehr Kraft am Tag. Mein Körper schien innere Kräfte zu mobilisieren und ich fühlte mich wohler und energetischer. Nach einer Woche erhöhte sich auch meine Arbeitsgeschwindigkeit und Konzentration. Nun dies sind alles sehr subjektive Wahrnehmungen und die Ursache kann auch bei tausend anderer Faktoren zu finden sein. Ich glaube jedoch, dass es an meinem Selbstversuch lag. 

Die Hyperhidrose lies bei mir etwa nach 10 Tagen etwas nach. Bei Veranstaltungen und beim Netzwerken schwitze ich wirklich weniger. Meine Schweißmenge verminderte sich signifikant bis zu 70%. Zu der Zeit stellte ich fest wie sich meine Ernährung auf meine Hyperhidrose ausübte und ich bemerkte auch, dass Magnesium, Calcium und Vitamin D keine Wundermittel sind. In der dritten Woche gönnte ich mir einen Abend voller Alkohol-Genuss, Fertiggerichte und Süßigkeiten. Dieser Abend katapultierte mich sofort in den altbekannten Zustand. Am nächsten Tag schwitze ich in der gewohnten Menge wie eh und je. Nach drei Tagen normalisierte sich das Schwitzen wieder. 

Nichtsdestotrotz bin ich froh über meinen Selbstversuch, denn er hat mir gezeigt, dass ich meine Hyperhidrose unter Kontrolle bringen kann. Zudem hat mein übermäßiges Schwitzen und diese Einsicht eine nachhaltige Moral: Ich muss mich gesund ernähren, um meine Hyperhidrose unter Kontrolle zu bringen. Fertiggerichte, verarbeitete Produkte und Süßigkeiten landen nur noch sehr selten auf meinen Tisch, denn sie bringen mich buchstäblich zum Schwitzen.

Ich ernähre mich vorwiegend basisch und merke die Vorzüge, die diese Ernährungsart mit sich bringt. Neben der Erhöhten Energie und Lebenslust, schwitze ich wirklich weniger. Ich nehme immer noch Magnesium- und Calcium-Citrate zu mir ein. Ich habe mein Basenpulver, dass mich mit diesen und anderen Spurenelementen versorgt. Momentan schwitze ich nur noch übermäßig viel in meinen Stark-Schwitz-Situationen und bei gelegentlichen Ausrutschern. Im normalen Tagesgeschehen schwitze ich so gut wie gar nicht. Einen großen Teil dieses Erfolges führe ich auf die basische Ernährung und auf die Spurenelemente zurück. Wenn du mehr über basische Ernährung erfahren möchtest, klicke hier. Am Ende diese Beitrags findest du meine Einkaufsliste mit allen Präparaten, die ich genommen habe bzw. immer noch nehme. 

Aber warum hat mich mein Arzt mich nicht informiert? Als ich den Erfolg meines Selbstversuches gemerkt, habe stellte ich mir immer wieder die Frage warum mein Arzt so etwas nicht weiß. Die Tabletten, die ich bekommen habe und die Botox-Behandlung hätte vielleicht nicht gebraucht. 

 

Warum verordnet mein Arzt mir kein Magnesium/Calcium? 

Stell dir vor du bist Arzt. Jede Symptomatik eines Patienten führt zu einer Diagnose einer Krankheit. Auf diese Krankheit gibt es jetzt ein Behandlungsablauf, der die Symptomatik verringern soll. Zu jeder Krankheit gibt es Leitlinien bzw. Richtlinien. Die primäre fokale Hyperhidrose hat auch solche Leitlinien, die von verschiedenen Gremien, Arbeitsgemeinschaften und Gesellschaften erstellt werden. Hier ist ein Auszug einer solchen Leitlinie die Ärzten bei der Behandlung der Hyperhidrose helfen soll: 

Die “Leitlinien” der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind
systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen
Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der
Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen
aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die “Leitlinien” sind für Ärzte
rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch
haftungsbefreiende Wirkung.
— AWMF, 2012
Ärzte handeln meistens nach Leitlinien. Diese werden von Fachverbänden herausgegeben.

Ärzte handeln meistens nach Leitlinien. Diese werden von Fachverbänden herausgegeben.

Unter anderem steht dort vieles zur Diagnose und Behandlung der Hyperhidrose. Ein Arzt hält sich meistens an solche Leitlinien, da sie ihm einen sicheren Leitfaden geben, wie er Patienten behandeln soll. Obwohl verschiedene Quellen solche Leitlinien herausgeben, gleichen sich diese meistens in dem Inhalt. Hier ist die Leitlinie des AWMFs bezüglich "Definition und Therapiemöglichkeiten der Hyperhidrose". Dort steht bei der Behandlung der primären axillären Hyperhidrose folgendes: 

  1. Topische Therapie mit Antitranspirantien
  2. Chemische Denervierung mit Botulinumtoxin A
  3. Chirurgische axilläre Schweißdrüsenentfernung
  4. Systemische Therapie mit Antihidrotika oder Psychopharmaka 

Ein Arzt wird dir diese vier Möglichkeiten zur Verfügung stellen; eventuell wird er dich auch auf Salbei hinweisen bzw. dir Salbei Dragees verschreiben. Ich kann es auch keinem Arzt verübeln der nach den Leitlinien handelt. Wie sonst könnte er dich schnell und effektiv behandeln. 

Warum stehen in den Leitlinien nicht mehr alternative/natürliche Behandlungsmethoden? Beziehungsweise warum wird nicht mehr nach natürlichen Behandlungsmethoden geforscht? Dies ist eine sehr gute Frage. Ich werde mir eine mentale Notiz machen und in einem weiteren Beitrag auf Spurensuche gehen. 

Schlusswort

In diesem Beitrag habe ich über eine mögliche Ursache (oder Folgeerscheinung) der Hyperhidrose gesprochen. Die Wichtigkeit der Spurenelemente wurde beleuchtet und ich habe mich in den Selbstversuch gewagt der, zumindest bei mir, erfolgreich verlaufen ist. Dieser Artikel hat das Potential dir zu helfen. Merke aber, dass ich kein Wissenschaftler bin, sondern nur ein Betroffener wie du. Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Die hier beschriebene Behandlung mit Magnesium und Calcium kann deiner Hyperhidrose vermindert oder sogar stoppen. Als ich für diesen Artikel recherchierte war ich beeindruckt wie viele Hyperhidrotiker ein Abhilfe durch Magnesium verspürten. Die Foren in englischer Sprache sind voll von solchen Bekundungen. Dies kann kein Zufall sein. Probiere es aus und vielleicht hast du schon bald ein trockeneres Gefühl. Alles Liebe, der Andrej. 

Ich habe für dich eine Einkaufsliste erstellt. Dies sind die Mittelchen, die ich verwende und ich kaufe sie ausschließlich online. Wenn du die Präparate wo anders kaufst, acht bitte auf die Qualität.

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Hallo, ich bin Andrej. Knapp 15 Jahre litt ich an meiner Hyperhidrose. Ich habe viel recherchiert und meine persönliche Formel entdeckt, um das starke Schwitzen zu stoppen. Jetzt möchte ich, das auch DU deine Formel findest. Jede Woche schreibe ich einen neuen Artikel. Soll ich für dich etwas recherchieren? Fülle dieses Formular aus.


Literaturverweis

Links:

Jakob, F. (2005) Calcium gezielt supplementieren. Pharmazeutische Zeitung, 25/2005

Fortbildung für Calcium und Magnesium. Deutscher Apotheker Verlag

National Institute of Health. Magnesium.

Wissenschaftliche Artikel zu Ursachen für Hyperhidrose:

Karaca, S., Kulac, M., Uz, E., Mollaoglu, H., & Yilmaz, H. R. (2006). Erythrocyte oxidant/antioxidant status in essential hyperhidrosis. Molecular and cellular biochemistry.

Güder, H., Karaca, Ş., Cemek, M., Kulaç, M., & Güder, S. (2011). Evaluation of trace elements, calcium, and magnesium levels in the plasma and erythrocytes of patients with essential hyperhidrosis. International journal of dermatology.

Karaca, S., Kulac, M., Uz, E., Barutcu, I., & Yilmaz, H. R. (2007). Is nitric oxide involved in the pathophysiology of essential hyperhidrosis?. International journal of dermatology.

Wissenschaftliche Artikel zu Spurenelementen und Bioverfügbarkeit:

Gaby, K. (2010). Bioavailability and solubility of different calcium-salts as a basis for calcium enrichment of beverages. Food and Nutrition Sience. 

Hanzlik, R. P., Fowler, S. C., & Fisher, D. H. (2005). Relative bioavailability of calcium from calcium formate, calcium citrate, and calcium carbonate Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics.

Allen, L. H. (1982). Calcium bioavailability and absorption: a review. The American Journal of Clinical Nutrition.

Walker, A. F., Marakis, G., Christie, S., & Byng, M. (2003). Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double‐blind study. Magnesium research. 

Fairweather-Tait, S. J. (1992). Bioavailability of trace elements. Food Chemistry.

Fairweather-Tait, S. J., & Johnson, I. T. (1999). Bioavailability of minerals. Colonic microbiota, nutrition and health.

 

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AuthorAndrej U.